Herzlich willkommen!

»Unser Leben spielt sich ab wie vor einem Dauertribunal. Manchmal sind wir die Angeklagten und manchmal die Ankläger.« So hat es der Philosoph Odo Marquard formuliert. Was meint er damit? Stellen Sie sich vor: Menschen haben einen Stuhl aufgestellt. Und aufgefordert, Platz zu nehmen. Wir haben uns hingesetzt und gewartet, was kommt. Sie kamen! Von links und rechts. Der Erste, der kam, musterte uns misstrauisch und fragte: »Warum hast du das getan? Was hast du dir dabei gedacht?« Da kommen in uns Schuldgefühle auf. Und wir versuchen uns zu rechtfertigen, zu verteidigen, zu entschuldigen. Da kommt schon der Nächste, schaut uns argwöhnisch an und legt los: »Mit welchem Recht gibt es dich so, wie du bist. Bessere dich! Streng dich an! Werde anders!« Und schon wieder müssen wir uns auf unserem Stuhl verteidigen, rechtfertigen, entschuldigen. Plötzlich werden wir misstrauisch, erheben uns vom Stuhl, untersuchen diesen und stellen fest: Das ist gar kein Stuhl, sondern eine Anklagebank! Und unser ganzes Leben lang schon sitzen wir auf der Anklagebank. Müssen uns verteidigen, rechtfertigen, entschuldigen. Suchen nach Beweisen, dass wir so sein dürfen, wie wir sind. Versuchen, uns ins rechte Licht zu rücken. Wir müssen uns überall »verantworten«: im Beruf für unsere Leistungen oder Fehler. In den Beziehungen für Schuldiggebliebenes und Versagen. In der Gesundheit für jede Form von Schwachheit und Krankheit. Menschen mit Behinderung, Menschen in Armut, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Krankheit, Menschen am Rand der Gesellschaft ‒ alle sitzen auf der Anklagebank. Ein gnadenloser Prozess, in dem wir uns befinden. Uns gehen dabei so langsam die Argumente aus. Die Beweislast spricht gegen uns, die Schwere der vorgeworfenen Schuld ist kaum zu ertragen, erdrückt uns. Wir sehnen uns nach Freispruch. Nach einem letztgültigen Urteil ‒ nach den vielen Vorurteilen. Wie geht der Prozess aus? Wie lautet das Urteil? Wer spricht uns frei?

Wir feiern an Ostern nichts anderes, als dass dieser Prozess endlich zu Ende kommt. Gott fällt ein Urteil. Spricht am Kreuz Jesus Christus schuldig, damit wir endlich freigesprochen werden. Jesus nimmt alle Anklagen auf sich und beugt sich dem Urteil: Schuldig! Und damit Freispruch für uns! Was für ein Geschenk! Der höchste Richter spricht ein höchstrichterliches Urteil über uns: »Ich habe dich je und je geliebt. Deshalb verschone ich auch meinen Sohn nicht. Sondern gebe alles für dich. Damit du frei bist! Und jetzt geh und lebe mit erhobenem Haupt. Sei gewiss: So wie du bist hat dich Gott geschaffen. Du musst dich nicht für dein »So-Sein« entschuldigen oder ständig rechtfertigen. So wie du bist, hat Gott dich lieb!« Was für eine Osterfreude! Wir dürfen als Osterchristen mit erhobenem Haupt in unseren Alltag gehen, an unseren Arbeitsplatz, in unsere Familie! Wir sind geliebte, freigesprochene, wertvolle Gotteskinder! In diesem Sinne: Herzliche Grüße zu Ostern!

Ereignisreiche Wochen liegen hinter uns. Drei Monate Renovierung unserer Kapelle auf dem »Höchsten«. Und dann die feierliche Wiedereinweihung Ende Februar. Die Kapelle war bis auf den letzten Stehplatz gefüllt. Es war sehr ermutigend! Jetzt erstrahlt dieser Raum des Glaubens wieder in hellem Licht. Sie ist von morgens bis abends geöffnet und viele gehen Ein und Aus, nicht ohne auch ein kurzes Gebet zu sprechen, Stille zu suchen oder eine Andacht zu halten.

Für die Renovierung der Kapelle sind über 100.000 Euro an Spenden eingegangen. Das hat uns sehr ermutigt und unsere Erwartungen übertroffen! Allerdings merken wir jetzt in den ersten Monaten nach der Spendenaktion für die Kapelle, dass die Spenden für die Arbeit von SdH leicht zurückgehen. Danke, wenn Sie prüfen, ob sie uns zu Ostern mit einer besonderen Osterspende bedenken können. Wir möchten das Urteil, das Gott in Christus zu unseren Gunsten gefällt hat ‒ das Evangelium ‒ weitergeben über das Leitmedium der Gesellschaft: das Fernsehen. Danke, wenn Sie uns helfen, auf diese Weise vielen Menschen Mut, Hoffnung und Zuversicht nahe zu bringen. Wir spüren durch die vielen wöchentlichen Zuschriften und Rückmeldungen, die uns erreichen so viel Dankbarkeit, so viele Hilferufe, so viel Sehnsucht und Bedürftigkeit nach etwas Festem, nach Tragfähigem, nach Verlässlichem, nach Hoffnungsvollem. Danke, wenn Sie uns helfen, dieser Verantwortung nachzukommen.

Bei den letzten Fernsehaufnahmen für die kommenden Gottesdienste waren sehr viele interessante Gäste vor der Kamera, die Rede und Antwort gestanden haben. Zum Beispiel Karin und Michael Agotz, beide schwerstbehindert, aber seit dreißig Jahren glücklich verheiratet. Auf meine Frage, wie die beiden im Elektrorollstuhl sich kennengelernt haben, erklärte Michael: »Es war Liebe auf den ersten Blick!« Auch Lars Höllerer war zu Gast. Mit 21 Jahren hatte er einen schweren Motorradunfall. Seitdem ist er vom Hals abwärts gelähmt. Aber in der Reha hat er zum Pinsel gefunden und ist heute ein Künstler mit besonderem Format! Peter Stegmann war ebenfalls zu Gast. Er hat über zwanzig Jahre lang ein Doppelleben geführt, mit einer Doppelmoral. Hinter einer perfekten beruflichen und familiären Fassade lagen Lüge und Betrug. Bis alles rauskam. Vor Gott und den Menschen. Es erwartet Sie ein besonderes Zeugnis!

Wir feiern Ostern! Das Fest des Auferstandenen! Und zwei Aussagen von ihm, nachdem Gott ihn von den Toten auferweckt hat, möchte ich Ihnen in Erinnerung rufen: »Fürchtet euch nicht!« (Matthäus 28, 10) Und: »Ich bin bei euch, alle Tage, bis an das Ende der Welt!« (Matthäus 28, 20) Darauf dürfen wir uns verlassen! Gehen Sie damit als Gesegnete in die kommende Zeit!

Der Herr ist auferstanden, ja er ist wahrhaftig auferstanden!

Ihr Pfarrer Heiko Bräuning
und das SdH-Team

PS: WIR SUCHEN! Menschen die regelmäßig oder ab und zu für die Gebetsanliegen auf unserer Homepage beten möchten! Wir wissen, dass schon viele mitbeten. Wenn Sie wollen, würden wir gerne Ihren Namen dort anonymisiert veröffentlichen, sodass die Mitbeter auf diese Weise sichtbar werden und sich im Lauf der Zeit eine lange Liste von Mitbetern ergibt! Das ist ermutigend und hoffnungsvoll, wenn viele vor Gott ein gutes Wort einlegen. Und das ist ein wunderbarer Dienst in und für unsere Fernsehgottesdienstgemeinschaft!


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nach Israel ... für taube und hörende Menschen vom 25.02. bis 06.03.2019

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