Herzlich willkommen!

Linie 13, Montagmorgen, 8:07 Uhr.

»Fahrscheine bitte!« Neben mir sitzt eine alte kleine Dame - bestimmt schon über achtzig Jahre. Und während ich in meiner Tasche nach meinem Ticket krame, sitzt sie regungslos da. »Werte Frau, Ihren Fahrschein bitte!« Die alte Dame schaut den Kontrolleur an. Sie lächelt. »Ich habe keinen. Ich fahre gerade zu meinen beiden Engelchen nach Mülheim. Schauen sie, ich könnte ihnen jetzt sagen, dass, der Fahrscheinautomat viel zu kompliziert ist. Oder vorgeben, ich sei verwirrt. Oder einfach sagen, ich leide an Demenz. Wahrscheinlich würden sie mir glauben. Die Wahrheit ist aber, dass wir Ende des Monats haben. Das Geld hat schlicht nicht ausgereicht für ein Ticket. Da ich die Kleinen aber unbedingt sehen wollte, bin ich das Risiko eingegangen.« Der Kontrolleur ist sichtlich überrascht, ihm fehlen die Worte. »Mir ging es in meinem Leben schon weitaus schlechter,« fährt die Dame fort, »aber gelogen habe ich nie. Junger Mann, schreiben sie mich ruhig auf.« Sie hält ihm ihren Personalausweis hin. Der Kontrolleur schaut jedoch nicht auf den Ausweis. Er blickt der Dame in die Augen. Holt tief Luft. Und dreht sich um. Er geht zum Ticketautomaten und öffnet sein eigenes Portmonee. Nach ein paar Sekunden kommt er wieder zurück. »Ich habe ihnen ein Ticket gekauft. Es gilt für vier Fahrten. Damit können sie ihre Enkel diese Woche zweimal sehen.« Die alte Dame ist jetzt sprachlos.

Diese Begebenheit hat mich sehr berührt. Zum einen die Ehrlichkeit der Dame. Nur durch ihre Aufrichtigkeit hat sie Hilfe bekommen. Wir verstricken uns manchmal in Lügen, in Ausreden, vor lauter Scham und Angst - und erfahren deshalb oft keine Hilfe. Nur, wenn wir zu unserer Schwachheit, zu unseren Grenzen stehen, offen und ehrlich, kann uns ein Mensch zum Segen werden, indem er sich über unsere Not erbarmt und hilft. So hat es doch Gott auch gemacht: Er erbarmt sich über uns. Wird großherzig. Menschenliebevoll. Und hilft.

Und das überraschende Verhalten des Schaffners. Da bekommt man doch Gänsehaut, wenn man so etwas hört oder erlebt. Gnade vor Recht ? so nennt man dieses Verhalten. Und das ist ein Wirkungsprinzip, das wir vor allem von Jesus lernen. Die Zöllner, Sünder, Ehebrecher, die Untreuen und Lügner, allen voran Petrus. Er hat sie nicht abgestempelt oder verurteilt. Sondern er hat Gnade vor Recht angeboten und gelebt. Ganz im Sinne des Vaters, in göttlichem Sinn. Auch wir dürfen davon ausgehen, dass Gnade vor Recht ergeht - in unserem Fall! Ganz persönlich! Gott sei Dank! Wir dürfen uns von den himmlischen Überraschungen, mit denen uns Jesus segnet und beschenkt, neu ins Leben hineinfinden und »zu Recht« finden. Was für ein Leben in der Gemeinschaft mit Christus! Und so beschenkt und gesegnet reicht das, was wir von Christus bekommen, um andere Menschen ebenfalls zu überraschen und glücklich zu machen. So wie die Dame, die plötzlich die Möglichkeit hat, dank des Schaffners noch zweimal mehr die Enkel zu besuchen!

Wir freuen uns sehr über die wöchentliche, fast tägliche Möglichkeit, durch die »Stunde des Höchsten« die Menschenfreundlichkeit Gottes bekannt zu machen. Es ist eine große Freude, wie viele Menschen in diesem Gottesdienst Trost und Liebe suchen und finden. Wir freuen uns schon sehr auf den Zuschauertag am 25. März. Das ist immer eine wunderbare Möglichkeit, Sie kennenzulernen oder wiederzusehen. Neben Michael Schlierf, unserem Pianisten, werden auch die beiden Gebärdendolmetscherinnen Lea und Anja zu Gast sein! Und unser Gehörlosenpfarrer Roland Martin, der mit einer Gruppe von Gehörlosen kommen wird. Außerdem ist dabei die Sängerin Sarah Kaiser und ihr Pianist Samuel Jersak. Wir nehmen Musik von ihr auf, die sich vor allem um Lutherchoräle dreht. Natürlich können wir uns auch zu anderen Terminen sehen: am 14. April in Bösingen bei einem Karfreitagskonzert, vom 17. bis 21. April bei »Spring« in Willingen, zu Bibelarbeiten, Konzerten und am SdH-Stand, am 22. April auf dem »Tag der Gelassenheit« in Ulm und am 30. April zu einem musikalischen Abendgottesdienst in Stuttgart-Untertürkheim. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, melden Sie sich bei uns im Zuschauerbüro.

Immer mehr Anmeldungen bekommen wir für die nächste SdH-Zuschauerreise nach Israel. Sie findet statt vom 06. bis 15. November 2017! Fordern Sie den neuen Prospekt an! Wir schicken Ihnen gerne ein oder mehrere Exemplare zu! Freuen Sie sich auf eine besondere Zeit!

Übrigens, für unsere Einsätze bei Messen oder dem »Spring« Gemeinde-Ferien-Festival gibt es neues Werbematerial: Luftballons mit SdH-Logo und der Aufschrift »Mehr als heiße Luft« und statt Gummibärchen kleine süße Gummiuhren mit dem Aufdruck »Höchste Zeit« und mehr Infos über den Gottesdienst. Sie können dieses Material gern gegen Spende in unserem Onlineshop bestellen. Eine nette Möglichkeit, um freundlich auf den Gottesdienst hinzuweisen und einzuladen!

Ein großes Anliegen möchte wir Ihnen noch offen und ehrlich ans Herz legen: Unsere Fernsehkapelle muss grundlegend saniert werden. Laut Architekten kostet uns das in diesem Jahr circa 100.000 Euro. Das bedeutet zu den 300.000 Euro Produktions- und Verwaltungs- bzw. Personalkosten für SdH kommen jetzt nochmal circa 100.000 Euro an Sanierungskosten hinzu. Das stellt uns vor eine große Herausforderung. Wir geben es Ihnen einfach mal so weiter. Eventuell können Sie uns in besonderer Weise helfen, diese finanzielle Last zu tragen!

Bitte geben Sie bei Spenden für die Kapelle im Verwendungszweck folgende Projektnummer an: 2892017. Vielen Dank!

Von Bruder Andrew ist folgendes Zitat überliefert: »Wer für Gott arbeitet, muss mit Widerstand rechnen. Wenn Sie in Ihrem Dienst keine Gegner haben, sich keiner Opposition stellen müssen, dann - glaube ich - sollten Sie beunruhigt sein. Wenn der Teufel nicht hinter Ihnen her ist, dann sollten Sie sich fragen, ob Sie überhaupt etwas ausrichten.«

Danke für Ihre Verbundenheit, Ihr Wohlwollen! Gott segne Sie!

Ihr Pfarrer Heiko Bräuning
und das SdH-Team

PS: Und noch eine kleine Besonderheit: Wir möchten mit Ihnen Ostern feiern! Ganz herzliche Einladung am Ostersonntag, 16. April 2017 um 10.30 Uhr zu einem Auferstehungsgottesdienst in der Kapelle auf dem »Höchsten«! Mit dabei ist u.a. unser Pianist Michael Schlierf! Lassen Sie uns gemeinsam das Fest der Auferstehung Jesu feiern und danach bei einer Tasse Kaffee noch miteinander ins Gespräch kommen!

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SdH-ZUSCHAUERREISE
nach Israel ... für taube und hörende Menschen vom 06. bis 15. 11. 2017

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