Herzlich willkommen!

Eine kleine, adventliche oder vorweihnachtliche Geschichte ‒ oder nicht? Man hatte mir gesagt, ich müsse Karin und Michael in den Fernsehgottesdienst einladen, um mit ihnen ein Interview zu machen. Nachdem ich mich mit ihnen »beschäftigt« hatte, wollte ich nicht. Beide sind schwerstbehindert. Sitzen im Elektrorollstuhl und können nicht gut reden. Nach langem hin und her habe ich sie doch eingeladen. Es war sehr mühevoll, sie in die Fernsehkapelle zu bekommen. Und teuer. Inklusion klappt noch nicht an allen Ecken und Enden. Dann waren sie da. Man muss wissen: Karin, circa 55 Jahre alt, war eigentlich bis zum siebten Lebensjahr kerngesund. Dann bekam sie Gelbfieber. Die Ärzte in der ehemaligen DDR konnten ihr nicht helfen und sie wurde schwerstbehindert. Michael, gleiches Alter, sollte abgetrieben werden. Aber die Ärzte in der ehemaligen DDR schafften es nicht, Michael kämpfte sich auf die Welt. Schwerstbehindert. Karin kann gar nicht reden. Michael mit Mühe. Ich fragte sie: Muss jeder Mensch ins Fernsehen? Es ist nicht leicht, damit umzugehen. Michael schaute mich an und fragte mich: »Warum denn nicht? Schließlich ist das Besondere das Wertvolle!« Da bekam ich Gänsehaut! Ja, diese beiden sind etwas ganz Besonderes und deshalb ganz besonders wertvoll. Klar müssen die ins Fernsehen! Dann fragte ich die beiden: »Ihr seid seit dreißig Jahren verheiratet. Wie kam es denn da dazu?« Michael grinste und sagte: »Es war Liebe auf den ersten Blick!« Boah! Da kamen mir fast die Tränen! Wenn man Karin sieht, empfindet man als Mann nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick. Anders bei Michael! Er liebt sie vom ersten Augenblick an bis zum heutigen Tag! »Ihr seid so schwer behindert«, sagte ich, »wie schafft ihr euren Alltag? Ihr braucht doch für alles Hilfe!« Michael antwortet mit einer ausgestreckten Hand nach oben: »Jesus!« Der ist das Fundament ihrer Beziehung. Der gibt ihnen Halt. Wenn sie an ihre Grenzen stoßen, beten sie miteinander! Was für Menschen! Sie wurden mir zum Segen.

Ja, wir feiern Advent und Weihnachten den Heiland, der zur Welt kommt, um den Menschen die Liebe Gottes spüren zu lassen. Und diese Liebe Gottes gilt nicht nur den Gesunden, Kräftigen, Starken und Blendenden! Diese Liebe Gottes gilt der Welt, die Gott geschaffen hat. So sehr hat Gott die Welt geliebt! Die Welt! Und dazu gehört ein Michael und eine Karin ‒ genauso, wie sie sind! Dazu gehören Sie und ich, so wie wir sind!

Aber, keine Advents- und Weihnachtsgeschichte ohne Engel! Und der kam bei Michael und Karin auch noch ins Spiel! Ich erzählte bei einer Bibelarbeit auf Korsika von Michael und Karin und ihrem Interview für »Stunde des Höchsten«. Daraufhin kam eine Frau auf mich zu, die sagte: »Ich möchte gerne für Karin und Michael zum Engel werden. Ich möchte ihnen etwas Gutes tun! Vielleicht brauchen Sie einen neuen Computer, oder vielleicht möchten sie mal eine Kreuzfahrt auf der AIDA machen.« Ich schluckte. Wusste sie nicht, was das kosten würde? Zwei Schwerstbehinderte auf der AIDA? Jeder braucht zwei Pfleger. Rund um die Uhr. Ich sagte ihr: »Das kostet mindestens 10.000 Euro, wenn nicht noch mehr.« Sie sagte: »Das ist egal. Geld spielt keine Rolle. Ich möchte für Karin und Michael zum Engel werden.« Wow! Ich setzte mich mit den beiden in Verbindung und sie hatten tatsächlich einen Wunsch: »Wir möchten so gerne unsere Hochzeitsreise nachholen. Wir möchten gerne einmal in unserem Leben nach Israel!« Toll! Israel. Ausgerechnet eine Flugreise nach Israel! Ich sagte das dem »Engel aus Korsika« und sie sagte: »Alles klar, möchte ich machen. Bitte planen Sie alles.« Seitdem bin ich mit unserem Reisebüro und mit einem kleinen Team dabei, diese Hochzeitsreise nach Israel zu planen. Für Michael und Karin! Im März / April 2019 soll sie stattfinden!

Advent und Weihnachten haben immer mit Engeln zu tun. Deshalb ist für mich diese Geschichte mit Michael und Karin eine solche weihnachtliche Geschichte. Weil aus heiterem Himmel ein Engel auftaucht und die Menschenfreundlichkeit Gottes und seine grenzenlose und bedingungslose Liebe als frohe Botschaft den Menschen kund werden lässt! Eine Liebesbotschaft! Eine Friedensbotschaft! Gute Botschaft! »Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der da Frieden verkündigt, Gutes predigt, Heil verkündigt (...)« (Jesaja 52,7)

Viel mehr möchte ich in diesem Dezember-Newsletter gar nicht schreiben. Sie sollen einfach wissen: Engel sind schon unterwegs ‒ auch zu Ihnen! Oder vielleicht sind Sie ein Engel, der sich gerade auf den Weg macht zu jemanden, der dringend darauf wartet: »Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.« (Psalm 91, 11) Das ist doch unglaublich, oder? Zwei schwerstbehinderte Menschen, die nicht laufen können, gehen nach Israel. Wie? »Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich auf Händen tragen!« Von Engeln getragen! Was für eine wunderbare Erfahrung: der Himmel kümmert sich um uns!

In diesem Sinne: Viel Kraft und Segen auf Ihrem Weg als Engel ‒ oder mit dem Engel!

Ihr Pfarrer Heiko Bräuning
und das SdH-Team

PS: Apropos Engel: Sie wurden uns schon so oft zum Engel aus heiterem Himmel! Danke, dass Sie uns wohlwollend gesonnen sind und uns so treu unterstützen!


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SdH-ZUSCHAUERREISE
nach Israel ... für taube und hörende Menschen vom 25.02. bis 06.03.2019

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